Neu: Mailingliste der Quäkergruppe Berlin

  • Sich kurz absprechen darüber, wer was zum nächsten Potluck mitbringt;
  • einfach informiert sein, was in der Quäker-Gruppe Berlin so läuft;
  • spannende Gedanken aus dem Donnerstag-Gesprächskreis mit allen teilen;
  • auf anstehende Anlässe hinweisen;
  • andere zu Aktionen und Engagements einladen;
  • usw.

Für all das und mehr steht ab sofort die Mailingliste zur Verfügung. Alle – ob schon sehr lange Mitglied, ob einzelne Male dabei gewesen oder noch nie und einfach interessiert – können sich selbst in diese Mailingliste eintragen – und können dann ab sofort auch selbst Mails an die Gruppe verschicken: Mehr als ein Newsletter.

Abschieds-Potluck, Gesprächskreise im August und anderes aus der gestrigen Monatsversammlung

Eine Familie, die nun ein Jahr lang regelmässig bei uns war, kehrt zurück nach England. Wir werden sie sehr vermissen und verschieben den Potluck, der normalerweise am ersten Sonntag des Monats auf unsere Andacht folgt, auf den 13. August. Das ist der letzte Sonntag, den sie mit uns verbringen können. Herzlich eingeladen!

Gesprächskreise sind wie immer am ersten und dritten Donnerstag des Monats, also am 3. und 17. August,  jeweils 17 Uhr in unseren Räumlichkeiten.

Weitere Ergebnisse der Monatsversammlung von gestern: Ein Mitgliedschaftsantrag wurde besprochen und die Einrichtung und Nutzung von zwei neuen Mailinglisten: eine interne und eine allgemeine. Infos dazu folgen.

Selbstverständlich: Jeden Sonntag um 11 Uhr stille Andacht. Willkommen!

Im Monat Juli: Andachten, Gesprächskreise, Monatsversammlung …

Wie jeden Monat treffen halten auch im Juli an allen Sonntagen um 11 Uhr unsere Andacht. Zudem fand der erste Gesprächskreis in diesem Monat am 6. Juli statt – der zweite wird am 20. Juli, wie immer 19 bis 20 Uhr sein. Am Sonntag, 30. Juli treffen wir uns im Anschluss an die Andacht zur Monatsversammlung. Da planen wir den kommenden Monat und besprechen anstehende Fragen. Alle diese Anlässe sind öffentlich – herzlich eingeladen!

Im Gesprächskreis am 6. Juli sind wir von zwei kurzen Texten über Kunst und Kreativität als Spiritualität ausgegangen. Im anschließenden Gespräch wurde deutlich, dass wir Kunst und Kreativität nicht elitär verstehen. Auch Handwerk und Kopfarbeit wollen weder trennen und noch unterschiedlich bewerten – weder in die eine noch in die andere Richtung. in der zweiten Hälfte der Veranstaltung haben zwei der Anwesenden konkrete Fragen aus ihrer eigenen aktuellen Tätigkeit eingebracht und dazu Inspirationen aus der gesamten Gruppe eingesackt. – Am 20. Juli werden voraussichtlich Lebensphasen/Lebensabschnitte das Thema sein. Was diskutiert wird, bestimmen allerdings die dann anwesenden Personen stark mit. Herzlich willkommen!

Quäker für Gewaltfreiheit und Toleranz

Weil Demonstrationen in diesem Zusammenhang mehr oder weniger improvisiert sein können, versuchen wir in den nächsten Wochen einfach und flexibel zu planen und euch darüber auf dem Laufenden zu halten.

Am Montagabend dem 12. Januar war trotz schlechten Wetters eine kleine Quäker-Gruppe bei den gegen Pegida gerichteten Demonstationen in Berlin. Die SPD und die Grünen, ebenso wie viele mit „Je suis Charlie“ oder „Wir sind Charlie aber nicht Pegida“-Plakaten, kam am Bundeskanzleramt zusammen um zum Brandenburger Tor zu laufen. Dort standen wir direkt an der Polizei-Barrikade, mit etwa 4000 anderen in der Nähe. Es war sehr beeindruckend, so viele Stimmen zu hören, und gleichzeitig eine Art von Stille zu halten. Unser Schild wurde häufig gelesen, und einige Quäker Besucher haben uns gegrüßt. Die kleinere „Bärgida“ Demo wurde endlich verhindert und musste umkehren.

Heidi

‚Neues schaffen heißt Widerstand leisten. Widerstand leisten heißt Neues schaffen.‘- Stéphane Hessel

Regen, rote Fahnen, Ausgelassenheit und Wut- am 5. Januar auf der Gegendemonstration zu der Kundgebung des Berliner Pegida Ablegers Bärgida habe ich versucht, die Fassungslosigkeit abzuschütteln. Fassungslos bin ich darüber, immer noch, dass ich anscheinend gedacht habe, die Ressentiments in der bürgerlichen Mitte, über die ich mir bewusst gewesen bin, würden in Deutschland nicht in so offene Formen der Ablehnung und Ausgrenzung umschlagen, wie sie die Pegida – Zusammenkünfte darstellen. Dass zu sehen ist schmerzhaft, aber dieser Schmerz wiederum ist eine Herausforderung an die eigene Kreativität, Langatmigkeit und Entschlossenheit. Ich will Hass und Angst nicht nur mit hilfloser Wut gegenübertreten, ich will nicht in die Defensive gedrängt werden von Leuten, die es nicht besser wissen, sondern ‚mit scharfer Sicht und heldenhaftem Herzen‘, wie es im Glaube und Wirken heißt, eine bessere und schönere Art des Miteinanders entwerfen. Quäker_innen haben sich immer quer gestellt- und jetzt ist es mal wieder soweit!

Gesa

Freundschaft

Briefkaesten

Briefkästen

Hast du schon jemals bei einem Freund gesessen, als eine leichte und angenehme Unterhaltung eine neue Wendung nahm und ihr beide begierig dem anderen zuhörtet und wahrnahmt, dass da etwas Besonderes an die Oberfläche kam?

Ihr habt Euch plötzlich Dinge sagen hören, die euch erstaunten, und schließlich seid ihr verstummt, und die Pause, die folgte, erschien ganz natürlich.

Wenn Dir dies schon einmal geschehen ist, weißt du, dass danach eine Erinnerung der Begeisterung bleibt und ein Gefühl im Herzen, heiligen Boden berührt zu haben.

Douglas Steere, 1955, aus dem Buch “Quäker Glaube & Wirken”

„Stille Helfer“ im Deutschlandfunk

Kindertransporte

Denkmal für die Kindertransporte in der Berliner Friedrichstraße

„In der NS-Zeit blieb für politische Verfolgte und Menschen jüdischen Glaubens spätestens seit den Pogromen im November 1938 nur noch ein Ausweg: Sie mussten Deutschland verlassen, um ihr Leben zu retten. Bei ihrer Flucht half ihnen auch eine Gruppe von Menschen, die bisher kaum beleuchtet wurde: die Quäker.“

So beginnt ein Beitrag über die Hilfsarbeit der Quäker während der NS-Zeit, der am 6. November 2014 vom Deutschlandfunk gesendet wurde. Der Beitrag kann nachgelesen und nachgehört werden und steht auch als Podcast zur Verfügung:

Stille Helfer – Wie die Quäker verfolgte Juden retteten

Ein Lächeln

mitte1English Wir versammelten uns zur Andacht in dem langen Wohnzimmer. Auf dem Boden saßen, wie gewöhnlich, viele Kinder. Der Raum war ziemlich voll. Dann kam Sophies Vater und stellte sie in ihrer Babytragetasche auf den Boden. Sie war noch sehr klein und wir hatten nicht erwartet, sie so bald zu begrüßen. Ich sah mich in der Runde der Erwachsenen um und fragte mich, wer von uns sich berufen fühlen würde, einige Begrüßungsworte zu sprechen.

Am anderen Ende des Raumes, Cathy, drei Jahre alt, rutschte vom Schoß ihrer Mutter. Langsam, vorsichtig und meist aufrecht kletterte sie über die anderen Kinder, bis sie die Tragetasche erreichte, wo sie neugierig auf das Baby guckte. Dann drehte sie sich um und schenkte uns allen ein Lächeln reiner Freude. Immer noch lächelnd, ohne ein Wort zu sagen, kehrte sie zu ihrer Mutter zurück. Es sprach auch sonst niemand. Sophie war in unsere Andachtsgruppe aufgenommen worden.

William Fraser, 1989, aus dem Buch „Quäker Glaube & Wirken“

Neuer Gesprächskreis!

Bibliothek

Bibliothek im Quäkerbüro Berlin

Um als Gruppe zu wachsen, brauchen wir beides: Stille und Austausch. Deswegen wollen wir einen neuen Gesprächskreis ins Leben rufen, zu dessen erstem Treffen am 6. November um 19 Uhr in der Planckstraße 20 ihr alle, ob jung oder alt, ganz neu oder schon lange dabei, herzlich eingeladen seid.

An zwei Abenden im Monat (immer am ersten und am dritten Donnerstag) wollen wir gemeinsam die Vielfalt der Lebensweisen, Gedanken und spirituellen Erfahrungen, die das Quäkertum gestern und heute ausmachen, erkunden. Glauben und Wirken, das sogenannte ‚Grüne Buch‘, wird uns dabei als Leitfaden dienen. Wir werden am 6. November mit dem zweiten Kapitel ‚Wege zu Gott – Andacht und Gebet‘ beginnen und von da aus gemächlich weiterlesen.

Im Quäkerbüro können wir mehrere Exemplare von Glauben und Wirken zur Verfügung stellen; wer ein eigenes Grünes Buch zu Hause hat, kann das gerne mitbringen. Wir freuen uns darauf, das Quäkertum zusammen mit euch immer weiter zu entdecken!

Kontakt: gespraechskreis[a]quaeker-berlin.de

Quäker-Familienwoche in Hirschluch, 2.-9. August 2014

Familienfreizeit 2014Was scheint mir wichtig an dieser Woche, an der ich zum sechsten Mal teilnahm? Sie bietet vor allem Familien mit Kindern die Möglichkeit, eine Woche zusammen zu sein, auch einigen Jugendlichen ohne Eltern und ganz wenigen Großeltern. Und das in wunderbarer bewaldeter Umgebung, mit einem Teich unterhalb der Häuser und einem zwei Kilometer entfernten Badesee.

George Fox, Leo Tolstoi, Mahatma Gandhi, William Penn und die Sklavenbefreiung waren u. a. frühere Themen. Diesmal ging es um altes Handwerk. Und wie immer wurde die ganze Woche daran gearbeitet. Genial der Gedanke, am Ende anhand des Märchens „Tischlein deck dich“ alle Tätigkeiten vorzuführen. Zahlreiche Kinder einer armen Familie wurden dort jeweils zur Ausbildung ‚vermittelt‘. Weiterlesen

Von der Langen Nacht der Religionen

LangeNachtdReligionen_120901 (10)Ein kleineres Grüppchen Besucherinnen und Besucher als in den Vorjahren war es, das im Rahmen der dritten Langen Nacht der Religionen am 6. September zu uns in die Planckstraße gekommen ist. Da aber Freundinnen und Freunde es gewohnt sind, sich im eher kleinen Kreis zusammenzufinden und gerade diese Art der Begegnung zu intensivem Austausch untereinander zu nutzen wissen, fanden auch an diesem Abend viele lange, ausführliche Gespräche statt, die das große, oftmals bereits sehr fundierte Interesse, mit dem viele der Besucherinnen und Besucher zu uns kamen, spiegelten.

Besonders bereichernd war es dabei für uns, nicht nur als Gebende, Informierende, sondern – ganz im Quäker-Sinne – auch als Suchende, Fragende anderen Menschen zu begegnen und von ihnen etwas über ihren spirituellen Weg zu erfahren. So konnten wir, dem Konzept der Langen Nacht als Begegnungsraum der Religionen entsprechend, gemeinsam neue Möglichkeiten des Verschiedenseins und Gleichseins entdecken.