Ein wichtiger Schritt

Equal marriage

Equal Marriage, Bild: MebS09 via Flickr, CC BY-NC-ND-2.0

Das Recht zur Eheschließung für Paare gleichen Geschlechts ist auch in Großbritannien einen wichtigen Schritt vorangekommen. Das Unterhaus des britischen Parlaments hat in dieser Woche einer entsprechenden Gesetzesvorlage zugestimmt. Nun muss noch das Oberhaus entscheiden.

Die britischen Quäker haben sich in den zurückliegenden Jahren sehr für dieses Anliegen eingesetzt. Paul Parker von der Britischen Jahresversammlung schreibt dazu: „Quäker glauben, dass wir alle gleich sind und dass unsere Liebe gleich ist. Wir haben 2009 entschieden, uns dafür einzusetzen, dass alle durch Liebe verbundenen Partnerschaften gleich behandelt werden. Wir freuen uns zu hören, dass Paare gleichen Geschlechts wohl ab nächsten Sommer rechtlich anerkannte Ehen auch in Quäker-Versammlungshäusern schließen können.“

Die britischen Quäker riskierten mit dem Eintreten für „equal marriage“ ihr Recht zur Schließung staatlich anerkannter Ehen, eine historische Besonderheit in Großbritannien. Dies hielt sie nicht davon ab, das Anliegen weiter zu verfolgen.

Die Erklärung der britischen Quäker lesen auf quaker.org.uk

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Im Sein sein

Vor dem Visser ‘t Hooft Haus

Vor dem Visser ‘t Hooft Haus

Unser nächstes Stille-Retreat „Im Sein sein“ wird vom 13. bis 18. Juni 2013 in Imshausen bei Bebra stattfinden. Wie in den vergangen Jahren werden wir im Visser ‘t Hooft Haus der Stiftung Adam von Trott wohnen und auch gemeinsam kochen. Neben der täglichen Andacht wird viel Raum sein zum Schweigen,  zum Lesen, Schreiben, Wandern, Malen, …
Es sind alle herzlich eingeladen, die sich nach einer ausgedehnten Stille in guter Gemeinschaft sehnen.

Hier gibt es einen Rückblick auf das Stille-Retreat 2012 und die Einladung als PDF-Datei. Anmeldungen nimmt Ute Caspers entgegen:

UteCaspersMail

 

zuerst veröffentlicht am 23. Februar 2013

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Die ganz frühen Konzentrationslager

SA-Gefängnis Papestraße

ehem. Gefängnis General-Pape-Str.
Bild: Axel.Mauruszat

Über die ersten Konzentrationslager, welche die SA 1933 einrichtete, spricht die Berliner Quäkerin Gisela Faust am Dienstag, 21.05.2013, ab 15 Uhr in der Katholischen Akademie in Berlin.

Ihr Mann wurde von den Nazis aus politischen und „rassischen“ Gründen verfolgt und mehrfach inhaftiert. Unter anderem wurde Hans Faust in einer ehemaligen Eisenbahnerkaserne in der General-Pape-Straße verhört, in deren Kellerräumen von März bis Dezember 1933 ein Gefängnis der SA-Feldpolizei untergebracht war. Gisela Faust ist heute 90 Jahre alt und eine der wenigen Zeitzeugen, die noch von diesen ersten Konzentrationslagern berichten können.

Weitere Informationen dazu auf den Seiten der Katholischen Akademie www.katholische-akademie-berlin.de

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Drei Tage im Harz und “Helfen”

Womit helfen wir anderen?

Womit helfen wir anderen?

Es ist wieder soweit: die jährliche gemeinsame Bezirksversammlung der Quäkerinnen und Quäker aus Nord- und Ostdeutschland steht vor der Tür. Vom 24. bis 26. Mai 2013 findet das Treffen in Wernigerode im Harz statt. Das Thema der Versammlung lautet „Helfen“. Was bedeutet Helfen für uns? Womit helfen wir anderen? Warum helfen wir? Hilft unsere Hilfe wirklich? Diese und andere Fragen werden gemeinsam oder in kleinen Gruppen besprochen.

In diesem Jahr wird die Quäker-Hilfe, das deutsche Hilfswerk der Religiösen Gesellschaft der Freunde, 50 Jahre alt. Sie hat sich im Herbst 1963 als Verein gegründet. Dieses Jubiläum ist Anlass der Themenwahl für die gemeinsame Bezirksversammlung in Wernigerode. Aber auch in Berlin wird das 50jährige Bestehen der Quäker-Hilfe in diesem Jahr noch Thema. Am Samstag, 22. Juni 2013 findet eine Veranstaltung im Quäkerbüro in der Berliner Planckstraße statt. Details hierzu folgen.

Mehr Informationen über die Quäker-Hilfe e.V. auf www.quäker-hilfe.de

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Kinder in unserer Gemeinschaft

Während der Familienfreizeit 2011

Quäker-Familienfreizeit

„Wir versammelten uns zur Andacht in dem langen Wohnzimmer, und auf dem Boden saßen, wie gewöhnlich, viele Kinder. Der Raum war ziemlich voll. Dann kam Sophies Vater und stellte sie in ihrer Babytragetasche auf den Boden. Sie war noch sehr klein, und wir hatten nicht erwartet, sie so bald zu begrüßen. Ich sah mich in der Runde der Erwachsenen um und fragte mich, wer von uns sich berufen fühlen würde, einige Begrüßungsworte zu sprechen.

Am anderen Ende des Raumes, Cathy, drei Jahre alt, rutschte vom Schoß ihrer Mutter. Langsam, vorsichtig und meist aufrecht kletterte sie über die anderen Kinder, bis sie die Tragetasche erreichte, wo sie neugierig aufs Baby guckte. Dann drehte sie sich um und schenkte uns allen ein Lächeln reiner Freude. Immer noch lächelnd, ohne ein Wort zu sagen, kehrte sie zu ihrer Mutter zurück.

Es sprach auch sonst niemand. Sophie war in unsere Andachtsgruppe aufgenommen worden.“

William Fraser, 1989 aus dem Buch Quäker Glauben und Wirken

Am Mittwoch, den 22. Mai, wollen wir über unseren Umgang mit Kindern in unserer Gemeinschaft ins Gespräch kommen. Der Abend beginnt um 19 Uhr und findet im Quäkerbüro in der Planckstraße 20 in Berlin-Mitte statt. Wie immer sind Interessierte und Gäste herzlich willkommen.

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Frühlingstreffen der Jungfreunde in England

emeyf_2013

European and Middle East Young Friends (EMEYF)

Vom 6. bis 12. April trafen sich in Yorkshire Dales in Nordengland vierundzwanzig junge Freundinnen und Freunde aus England, Schottland, Frankreich, Deutschland, Norwegen und den Niederlanden zum jährlichen Spring Gathering von EMEYF (European and Middle East Young Friends). Auch zwei Freundinnen aus der Berliner Quäker-Gruppe waren dabei und berichten von ihren Eindrücken:

Inmitten von Hügeln und Schafen haben wir uns mit dem Thema „The Body Electric: Exploring Spirituality through our Creative Power“ auseinandergesetzt. Mithilfe von Gedichten, Gesang, Handwerk, Bewegung und Theater lernten wir uns selbst und die Gruppe besser kennen. Wir wurden von Freunden aus dem naheliegenden Settle durch zwei Höhlen in der Gegend geführt und erlebten dort in totaler Dunkelheit die Stille. Einen Tag verbrachten wir mit den Leaveners, einer Quäkergruppe aus England, die Theater und bildende Künste in der Gemeinschaft fördern. Hierbei haben wir uns in die Konzepte Spiritualität und Kreativität sowie in die Beziehung zwischen ihnen vertieft. Am letzten Tag wollten wir dem Bio-Bauernhof „Growing With Grace“, der uns mit Gemüse und Obst versorgt hat, in besonderer Weise danken, indem wir ihnen tatkräftig bei der Arbeit geholfen haben.

Von der Woche nehmen wir nicht nur wundervolle Erinnerungen mit, sondern auch neue Freundschaften und Lust auf weitere Treffen. Das nächste Spring Gathering findet in der Region Mazedonien statt – wer kommt mit?

Mehr Informationen über die europäischen Jungfreundinnen und -freunde finden sich auf emeyf.quaker.eu.org

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Leuchttürme des Lichts, der Hoffnung und der Liebe

beaconhillfriends

Beacon Hill Friends House

Nach dem tragischen Bombenanschlag auf den Marathonlauf in Boston durchleben die Menschen in der US-amerikanischen Stadt und in der Region heute einen weiteren dramatischen Tag.

Auch Gäste und Mitglieder des Bostoner Quäker-Zentrums Beacon Hill Friends House nahmen an dem Marathonlauf teil oder waren vor Ort, um Läufer zu unterstützen. Auf der Internetseite des Zentrums schreibt die Direktorin Holly Baldwin: „Gemeinschaft ist dazu da, uns gegenseitig zu unterstützen. So können wir Leuchttürme des Lichts, der Hoffnung und der Liebe sein. Diese Leuchttürme sind heute so unendlich wichtig in unserer Stadt und in unserer Welt.“

Unsere Gedanken sind bei allen, die diese schlimmen Ereignisse und ihre Folgen durchleben und verarbeiten müssen.

Zur Internetseite des Beacon Hill Friends House bhfh.org

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