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Solidarität mit Geflüchteten

Nach unserem schönen und intensiven Gruppenabend zum Thema „Solidarität mit  Geflüchteten“ möchten wir euch auf folgenden Termin aufmerksam machen:  Am 27. Juni laden wir zu einem Potluck/Picknick auf dem Tempelhofer Feld ein, bei dem alle und ganz besonders auch Menschen, die geflüchtet sind, willkommen sind! Bei gutem Wetter treffen wir uns um 15 Uhr am U-Bahnhof Boddinstraße (Mahlowerstraße Ecke Hermannstraße), wenn ihr Essen, Trinken oder Federballspiele, Frisbees etc. mitbringt wär das toll. Bei Fragen meldet euch bitte unter info@quaeker-berlin.de

Quäker für Gewaltfreiheit und Toleranz

Weil Demonstrationen in diesem Zusammenhang mehr oder weniger improvisiert sein können, versuchen wir in den nächsten Wochen einfach und flexibel zu planen und euch darüber auf dem Laufenden zu halten.

Am Montagabend dem 12. Januar war trotz schlechten Wetters eine kleine Quäker-Gruppe bei den gegen Pegida gerichteten Demonstationen in Berlin. Die SPD und die Grünen, ebenso wie viele mit „Je suis Charlie“ oder „Wir sind Charlie aber nicht Pegida“-Plakaten, kam am Bundeskanzleramt zusammen um zum Brandenburger Tor zu laufen. Dort standen wir direkt an der Polizei-Barrikade, mit etwa 4000 anderen in der Nähe. Es war sehr beeindruckend, so viele Stimmen zu hören, und gleichzeitig eine Art von Stille zu halten. Unser Schild wurde häufig gelesen, und einige Quäker Besucher haben uns gegrüßt. Die kleinere „Bärgida“ Demo wurde endlich verhindert und musste umkehren.

Heidi

‚Neues schaffen heißt Widerstand leisten. Widerstand leisten heißt Neues schaffen.‘- Stéphane Hessel

Regen, rote Fahnen, Ausgelassenheit und Wut- am 5. Januar auf der Gegendemonstration zu der Kundgebung des Berliner Pegida Ablegers Bärgida habe ich versucht, die Fassungslosigkeit abzuschütteln. Fassungslos bin ich darüber, immer noch, dass ich anscheinend gedacht habe, die Ressentiments in der bürgerlichen Mitte, über die ich mir bewusst gewesen bin, würden in Deutschland nicht in so offene Formen der Ablehnung und Ausgrenzung umschlagen, wie sie die Pegida – Zusammenkünfte darstellen. Dass zu sehen ist schmerzhaft, aber dieser Schmerz wiederum ist eine Herausforderung an die eigene Kreativität, Langatmigkeit und Entschlossenheit. Ich will Hass und Angst nicht nur mit hilfloser Wut gegenübertreten, ich will nicht in die Defensive gedrängt werden von Leuten, die es nicht besser wissen, sondern ‚mit scharfer Sicht und heldenhaftem Herzen‘, wie es im Glaube und Wirken heißt, eine bessere und schönere Art des Miteinanders entwerfen. Quäker_innen haben sich immer quer gestellt- und jetzt ist es mal wieder soweit!

Gesa