Archiv für den Autor: quaekerREDberlin

November und längerfristige Termine

Die nächsten Gesprächsabende der Berliner Quäker finden statt am:

  • Donnerstag, 01. November 2017
  • Donnerstag, 15. November 2017

(Beginn jeweils 19.00 Uhr)

Andacht wie immer jeden Sonntag um 11.00 Uhr.

Einige längerfristige Terminhinweise:

  • 02. bis 05. November 2017: Jahresversammlung in Bad Pyrmont
  • 16. bis 18. Februar 2018: Bezirksversammlung Ost in Hirschluch (Storkow)
  • 25. bis 27. Mai 2018: Bezirksversammlung Ost/Nordwest in Wernigerode

Oktober, Frieden und Verschiedenheit

Im Monat Oktober finden wie immer an jedem Sonntag die Andachten um 11 Uhr und die Gesprächsabende am 1. und 3. Donnerstag, also am 5. und 9. Oktober um 19 Uhr statt.

 
Und ein persönlicher Gedanke:
Zur Identität der Quäker gehören in meiner Wahrnehmung ganz zentral zwei Dinge:

Bei den Quäkern treffen sich Menschen mit enorm unterschiedlichen Glaubensüberzeugungen – nicht einmal über das Wort »Gott« oder darüber, ob Quäker Christen sind herrscht Gleichdenken. Zugleich erlebe ich mich bei den Quäkern und die Quäker unter sich sehr verbunden, vertrauensvoll und einander respektvoll nahe. Diese beeindruckende Kombination ist mir sonstwo kaum begegnet.
Nun habe ich einen Zusammenhang zwischen „undogmatisch“ und „Frieden“ entdeckt: Respektvoller, ja, besser noch, erfreuter Umgang mit Verschiedenheit ist wohl das, was Frieden ausmacht, ja, »was Frieden macht«.
Mit einem verbundenen Gruss: Christof.

September

Wie immer gehörte zur monatlichen geschäftlichen Versammlung der Berliner Quäker, die am 27. 8. 2017 , 13 Uhr – 14.30 Uhr stattfand, der Ausblick auf den kommenden Monat:

  • Unser langjähriges Mitglied Gisela Faust hat eine Einladung erhalten, zu einer Veranstaltung zwecks der Übergabe einer Poelchau-Erinnerungsstele am 18. 9. 17 ab 14 Uhr im Victor-Klemperer-Kolleg. Der Übergabeakt soll ab 16.30 in der Poelchaustraße stattfinden und ist öffentlich. Veranstalter ist das Ökumenische Zentrum Berlin-Marzahn – herzlich eingeladen!
  • Hingewiesen wird auch auf die Veranstaltung »Freiheit 4.0 – Wir feiern die Grundrechte«, am 9. 9. 2017 ab 12 Uhr am Gendarmenmarkt: mit Musik und Tanz, Demo ab 14 Uhr, danach feiern mit open end. Die Veranstaltung wird getragen von verschiedenen Organisatoren, zum Beispiel Digitalcourage ev, Amnesty International, und anderen.
  • Die nächste Monatsversammlung findet am 24. 9. 17 um 13 Uhr statt.

Zudem wurde ein Antrag um Mitgliedschaft behandelt. Die Quäkergruppe Berlin empfiehlt dem Bezirk Ost die Aufnahme in die Religiöse Gesellschaft der Freunde.

Wie immer, so auch im September:

  • Gesprächskreise sind wie immer am ersten und dritten Donnerstag des Monats, also am 6. und 20. September, jeweils 17 Uhr in unseren Räumlichkeiten.
  • Jeden Sonntag um 11 Uhr stille Andacht. Willkommen!

Austausch über die eigene spirituelle Entwicklung

Seit drei Monaten finden 2-er-Treffen statt, die wir &lauqo;spirituelle Freunschaften» nennen. Wer Lust hat, mitzumachen, ist herzlich eingeladen: Einfach eine e-Mail schreiben an info[a]quaeker-berlin.de und darin das Interesse anmelden. Die Koordinatorin der «spirituellen Freunschaften» bringt dann die Interessierten je zu zweien zusammen. Diese vereinbaren per Mail Zeit und Ort für ein Treffen, das typischerweise so verläuft:

  • Beginn mit einer Stille von z.B. 5 bis 10 Minuten.
  • Die eine Person beginnt zu sprechen über die eigene spirituelle Entwicklung (das dauert ganz unterschiedlich lang – typischerweise 10 bis 20 Minuten),
  • Die zweite Person hört nur zu.
  • Eine zweite gemeinsame Stille folgt.
  • Nun spricht die zweite Person über ihre eigene spirituelle Entwicklung, die erste hört einfach zu.
  • Wieder folgt eine Stille.
  • Nun gibt es Zeit für einen offenen Austausch: Was ist bei mir passiert, als ich gesprochen habe? Was nehme ich von dem mit, was ich von Dir gehört habe? – Oder auch für ganz andere Dinge, die man gerne einbringen oder über die man gerne austauschen möchte.
  • Abschluss mit einer kurzen Stille.

Darauf sendet man ein kurze Mail an die Koordinatorin, mit der Information, dass das Treffen stattgefunden hat und schreibt dazu, ob man gerne ein weiteres Treffen mit einer weiteren Person haben möchte.

Viele von uns haben inzwischen Erfahrungen mit diesen »spirituellen Freunschaften« gemacht. Ich persönlich habe bisher drei solche Treffen gehabt und jedes Mal mindestens eine, eher mehrere sehr wertvolle Einsichten oder Gefühle mitgenommen. Dank an unsere Koordinatorin!

Christof Arn

Neu: Mailingliste der Quäkergruppe Berlin

  • Sich kurz absprechen darüber, wer was zum nächsten Potluck mitbringt;
  • einfach informiert sein, was in der Quäker-Gruppe Berlin so läuft;
  • spannende Gedanken aus dem Donnerstag-Gesprächskreis mit allen teilen;
  • auf anstehende Anlässe hinweisen;
  • andere zu Aktionen und Engagements einladen;
  • usw.

Für all das und mehr steht ab sofort die Mailingliste zur Verfügung. Alle – ob schon sehr lange Mitglied, ob einzelne Male dabei gewesen oder noch nie und einfach interessiert – können sich selbst in diese Mailingliste eintragen – und können dann ab sofort auch selbst Mails an die Gruppe verschicken: Mehr als ein Newsletter.

Abschieds-Potluck, Gesprächskreise im August und anderes aus der gestrigen Monatsversammlung

Eine Familie, die nun ein Jahr lang regelmässig bei uns war, kehrt zurück nach England. Wir werden sie sehr vermissen und verschieben den Potluck, der normalerweise am ersten Sonntag des Monats auf unsere Andacht folgt, auf den 13. August. Das ist der letzte Sonntag, den sie mit uns verbringen können. Herzlich eingeladen!

Gesprächskreise sind wie immer am ersten und dritten Donnerstag des Monats, also am 3. und 17. August,  jeweils 17 Uhr in unseren Räumlichkeiten.

Weitere Ergebnisse der Monatsversammlung von gestern: Ein Mitgliedschaftsantrag wurde besprochen und die Einrichtung und Nutzung von zwei neuen Mailinglisten: eine interne und eine allgemeine. Infos dazu folgen.

Selbstverständlich: Jeden Sonntag um 11 Uhr stille Andacht. Willkommen!

Im Monat Juli: Andachten, Gesprächskreise, Monatsversammlung …

Wie jeden Monat treffen halten auch im Juli an allen Sonntagen um 11 Uhr unsere Andacht. Zudem fand der erste Gesprächskreis in diesem Monat am 6. Juli statt – der zweite wird am 20. Juli, wie immer 19 bis 20 Uhr sein. Am Sonntag, 30. Juli treffen wir uns im Anschluss an die Andacht zur Monatsversammlung. Da planen wir den kommenden Monat und besprechen anstehende Fragen. Alle diese Anlässe sind öffentlich – herzlich eingeladen!

Im Gesprächskreis am 6. Juli sind wir von zwei kurzen Texten über Kunst und Kreativität als Spiritualität ausgegangen. Im anschließenden Gespräch wurde deutlich, dass wir Kunst und Kreativität nicht elitär verstehen. Auch Handwerk und Kopfarbeit wollen weder trennen und noch unterschiedlich bewerten – weder in die eine noch in die andere Richtung. in der zweiten Hälfte der Veranstaltung haben zwei der Anwesenden konkrete Fragen aus ihrer eigenen aktuellen Tätigkeit eingebracht und dazu Inspirationen aus der gesamten Gruppe eingesackt. – Am 20. Juli werden voraussichtlich Lebensphasen/Lebensabschnitte das Thema sein. Was diskutiert wird, bestimmen allerdings die dann anwesenden Personen stark mit. Herzlich willkommen!

Quäker für Gewaltfreiheit und Toleranz

Weil Demonstrationen in diesem Zusammenhang mehr oder weniger improvisiert sein können, versuchen wir in den nächsten Wochen einfach und flexibel zu planen und euch darüber auf dem Laufenden zu halten.

Am Montagabend dem 12. Januar war trotz schlechten Wetters eine kleine Quäker-Gruppe bei den gegen Pegida gerichteten Demonstationen in Berlin. Die SPD und die Grünen, ebenso wie viele mit „Je suis Charlie“ oder „Wir sind Charlie aber nicht Pegida“-Plakaten, kam am Bundeskanzleramt zusammen um zum Brandenburger Tor zu laufen. Dort standen wir direkt an der Polizei-Barrikade, mit etwa 4000 anderen in der Nähe. Es war sehr beeindruckend, so viele Stimmen zu hören, und gleichzeitig eine Art von Stille zu halten. Unser Schild wurde häufig gelesen, und einige Quäker Besucher haben uns gegrüßt. Die kleinere „Bärgida“ Demo wurde endlich verhindert und musste umkehren.

Heidi

‚Neues schaffen heißt Widerstand leisten. Widerstand leisten heißt Neues schaffen.‘- Stéphane Hessel

Regen, rote Fahnen, Ausgelassenheit und Wut- am 5. Januar auf der Gegendemonstration zu der Kundgebung des Berliner Pegida Ablegers Bärgida habe ich versucht, die Fassungslosigkeit abzuschütteln. Fassungslos bin ich darüber, immer noch, dass ich anscheinend gedacht habe, die Ressentiments in der bürgerlichen Mitte, über die ich mir bewusst gewesen bin, würden in Deutschland nicht in so offene Formen der Ablehnung und Ausgrenzung umschlagen, wie sie die Pegida – Zusammenkünfte darstellen. Dass zu sehen ist schmerzhaft, aber dieser Schmerz wiederum ist eine Herausforderung an die eigene Kreativität, Langatmigkeit und Entschlossenheit. Ich will Hass und Angst nicht nur mit hilfloser Wut gegenübertreten, ich will nicht in die Defensive gedrängt werden von Leuten, die es nicht besser wissen, sondern ‚mit scharfer Sicht und heldenhaftem Herzen‘, wie es im Glaube und Wirken heißt, eine bessere und schönere Art des Miteinanders entwerfen. Quäker_innen haben sich immer quer gestellt- und jetzt ist es mal wieder soweit!

Gesa